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	<title>brug &#187; Auslandsjahr</title>
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	<description>ein Blog über die Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle</description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Jan 2012 13:50:43 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Die »plattform f&#252;r daNeben« stellt sich vor</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 19:57:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslandsjahr]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wir sind ein freier Zusammenschluss von Studenten der Burg Giebichenstein und haben Spa&#223; daran uns mit anderen auszutauschen und spannende Leute an die Burg zu holen. Ob K&#252;nstler, Designer, Theoretiker, Studenten anderer Hochschulen oder auch Personen aus zun&#228;chst v&#246;llig abwegigen Gebieten — gut m&#252;ssen sie sein und wir fragen einfach nach, ob sie f&#252;r Workshops oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-2654 alignnone" src="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/plattform_fuer_daneben_-_konkurrenz_belebt_das_geschaeft-520x390.jpg" alt="plattform_fuer_daneben_-_konkurrenz_belebt_das_geschaeft" width="520" height="390" /></p>
<p>Wir sind ein freier Zusammenschluss von Studenten der Burg Giebichenstein und haben Spaß daran uns mit anderen auszutauschen und spannende Leute an die Burg zu holen. Ob Künstler, Designer, Theoretiker, Studenten anderer Hochschulen oder auch Personen aus zunächst völlig abwegigen Gebieten — gut müssen sie sein und wir fragen einfach nach, ob sie für Workshops oder Vorträge vorbeikommen möchten. Und ein wenig Geld haben wir auch dafür. Außerdem wollen wir auf unbürokratischem Wege sowohl auf aktuelle Bedürfnisse, als auch auf immer wiederkehrende Themenwünsche eingehen, die nicht von der Hochschule geleistet werden. Wir ersetzen aber nicht die Aufgaben der Hochschule. Die Anregungen dafür sollen aus der Studentenschaft kommen und mit Hilfe der plattform realisiert werden.</p>
<p>Die plattform<em> </em>ist eine Herzensangelegenheit und wir möchten vor allem die Kluft zwischen Kunst und Design überwinden. So unterstützen wir studentische Projekte finanziell, solange sie dazu beitragen, die Zusammenarbeit von Kunst und Design zu verbessern.</p>
<p>Jeder der möchte kann mitmachen und sich mit uns aktiv einsetzen für das Zusammenleben und –arbeiten der beiden Fachbereiche der Hochschule (Kunst und Design). Wer Näheres erfahren möchte kann einfach weiterlesen und Bilder anschauen auf: <a href="http://daneben.wordpress.com">http://daneben.wordpress.com</a></p>
<p><strong>Treffen:</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;"> </span> </strong>Immer Donnerstag 18 Uhr in den Atelier-/Kompaktwochen im Stura-Raum (Neuwerk 7, 06108 Halle, links neben der Poststelle).<br />
Bei schönem Wetter treffen wir uns im Konsum (Studentencafé, Neuwerk 7).</p>
<p>Interessierte sind herzlich eingeladen.</p>
<p><em>Nächste Treffen:</em> 14.05.2009, 04.06.2009 und 25.06.2009</p>
<br /><a href="http://brug-halle.de/?p=2633#comments" title="Comments on &quot;Die »plattform f&uuml;r daNeben« stellt sich vor&quot;"><img src="http://brug-halle.de/wp-content/plugins/feed-comments-number/image.php?2633" alt="Comments" /></a>]]></content:encoded>
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		<title>Mal was anderes!</title>
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		<comments>http://brug-halle.de/2009/02/mal-was-anderes/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 20:47:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslandsjahr]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsdesign]]></category>
		<category><![CDATA[Multimedia|VR-Design]]></category>

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		<description><![CDATA[
Was sollte man unbedingt zum ersten Typografie-Kurs-Treffen im Semester im Kommunikations-Design mitbringen: „Schere, Tesa (am besten removable), Cutter, Klebeband (wenn vorhanden auch farbiges), Papiere (schwarz, wei&#223;, farbig) und ein paar Stifte (schwarz, Fineliner)“. Was habe ich, meines Zeichens Multimedia &#124; VR-Student im 7. Semester, stattdessen klischeehaft und ausschlie&#223;lich bei mir? Richtig, meinen Laptop!
Das lag aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2251" title="_mg_0135-11" src="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/_mg_0135-11.jpg" alt="_mg_0135-11" width="520" height="345" /></p>
<p>Was sollte man unbedingt zum ersten Typografie-Kurs-Treffen im Semester im Kommunikations-Design mitbringen: „Schere, Tesa (am besten removable), Cutter, Klebeband (wenn vorhanden auch farbiges), Papiere (schwarz, weiß, farbig) und ein paar Stifte (schwarz, Fineliner)“. Was habe <a title="Portfolio von Johannes" href="http://www.clayfolio.com" target="_blank">ich</a>, meines Zeichens Multimedia | VR-Student im 7. Semester, stattdessen klischeehaft und ausschließlich bei mir? Richtig, meinen Laptop!</p>
<p>Das lag aber vor allem daran, dass die Info-Mail von Nina Hug, der Dozentin, in meinem Spam-Ordner gelandet war. Und so betrete ich am 17. Oktober 2008, zwei Stunden zu spät und eher schlecht ausgestattet, den komplett mit fleißig klebenden und schneidenden Kommunikations-Designern gefüllten Raum 208… Sauberer Einstieg! Da zeigte sich ziemlich schnell und greifbar die Unterschiede der beiden Fachbereiche.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2253" title="_mg_0205-1" src="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/_mg_0205-1.jpg" alt="_mg_0205-1" width="520" height="346" /></p>
<p>Das Thema des Kurses war es, ein Kinoprogramm für alle alternativen Kinos von Halle zu entwerfen. Das hieß in Klartext: 6 Kinos, über 42 Filme und gefühlte 1783 verschiedene Vorführungs-Zeiten in einem Plakat oder Faltblatt oder Heft unterzubringen. Dazu regelmäßige Treffen, sowie Konsul– und Präsentationen. Klingt nach viel Arbeit. War es verdammt nochmal auch!<br />
Vor allem für mich als Multimedia VR-Student, der mit Fragen zu Layout und Schrift seit dem Einstiegskurs bei Prof. Uli Kühnle im 1. Semester eher weniger konfrontiert wurde. Klar setzt man hier mal ne Präsentations-PDF oder dort mal den Titel für einen Filmvorspann, doch steht meistens der Inhalt im Vordergrund, und für ausgiebiges Hinterfragen, welche  Schriften in welchem Format auf welchem Papier ergeben welche Aussagen, bleibt oft keine Zeit. Es muss am Ende halt schön aussehen, und so wendet man eigentlich immer wieder dieselben weil bewährten Schriften und Layouts an, tritt aber auch ein bisschen auf der Stelle.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2254" title="_mg_0182-11" src="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/_mg_0182-11.jpg" alt="_mg_0182-11" width="520" height="346" /></p>
<p>Wem das so ähnlich geht, egal ob aus Industriedesign oder Mode oder Glas-Keramik, dem kann ich so ein Semesterprojekt im Kommunikations-Design nur empfehlen. Der Einstieg war zwar etwas holprig, man merkt schon, dass man sich im Vergleich zu den anderen Kurs-Teilnehmern die letzten Semester sich mit anderen Dingen als Schriftmischungen, Absatzformaten oder Faltungen beschäftigt hat. Aber deswegen ist man ja da, um dies nachzuholen.</p>
<p>Das gilt natürlich nicht nur für Ausflüge ins KD: Hört euch bei Kommilitonen aus anderen Fachrichtungen um, welche Kurse im nächsten Semester angeboten werden und wenn was für euch dabei ist, einfach dem Professor oder Dozenten anschreiben oder persönlich fragen, und alles Relevante abklären. Über die Anrechnung der CTS-Punkte braucht ihr euch keine Sorgen machen, das funktioniert in jedem Fall.<br />
Man muss kein Erasmus-Semester machen, um im Studium neue Impulse und Ideen zu bekommen. Manchmal reicht schon ein Raum oder ne Etage weiter zu schauen…</p>
<br /><a href="http://brug-halle.de/?p=2247#comments" title="Comments on &quot;Mal was anderes!&quot;"><img src="http://brug-halle.de/wp-content/plugins/feed-comments-number/image.php?2247" alt="Comments" /></a>]]></content:encoded>
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		<title>Niedlich in Japan</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 18:30:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Löwe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auslandsjahr]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>

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Ich, Sebastian L&#246;we, bin bis Sommer 2009 in Tokyo an der Geidai. Geidai ist eine Abk&#252;rzung f&#252;r Geijutsu Daigaku, was so viel hei&#223;t wie Kunsthochschule. Die Geidai ist in Japan sehr bekannt, wohl auch weil viele bekannte Leute hier abgeschlossen haben oder hier lehren (u. a. Takashi Murakami; Takeshi Kitano ist hier prof.) und es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4021.jpg"></a><a href="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4311.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1329" title="sebastian_in_japan_img_4311" src="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4311.jpg" alt="" /></a><a href="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4021.jpg"></a></p>
<p>Ich, <a href="http://www.lastminuterescue.com/">Sebastian Löwe</a>, bin bis Sommer 2009 in Tokyo an der <a href="http://www.geidai.ac.jp/english/index.html">Geidai</a>. Geidai ist eine Abkürzung für Geijutsu Daigaku, was so viel heißt wie Kunsthochschule. Die Geidai ist in Japan sehr bekannt, wohl auch weil viele bekannte Leute hier abgeschlossen haben oder hier lehren (u. a. Takashi Murakami; Takeshi Kitano ist hier prof.) und es die einzige tokyoter Kunsthochschule ist, die (noch) staatlich ist (was die aufnahmeprüfung erschwert, aber keineswegs die studiengebühren senkt). Ich bin im Fachgebiet inter media art (das ist eigentlich alles: Skulpturarbeiten, Installation, Konzeptzeug, Video, Programmierung, Sound). Ich fühle mich da ziemlich gut aufgehoben, da es jede menge netter, aufgeschlossener Studenten und eine ganze <a href="http://www.ima.fa.geidai.ac.jp/jp/faculty/index.html">Reihe Professoren und Betreuer</a> gibt und die Ausstattung, soweit ich das überblicke, ziemlich gut ist. Ich werde hier zwar noch etwas neugierig-schüchtern beäugt, aber ziemlich zuvorkommend behandelt. <span id="more-1314"></span></p>
<p><a href="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4021.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1326" title="sebastian_in_japan_img_4021" src="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4021.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Man diskutiert hier, dass mehr Austausch benötigt wird. Dazu gehört auch die mangelnde Qualifikation vieler Japaner halbwegs gutes Englisch zu reden. Man muss also japanisch lernen oder man beschränkt sich auf einen kleineren Kreis von Leuten. Meine Kommillitonen waren zwar anfangs sehr zurückhaltend, tauen aber langsam auf, da ich mich in japanisch versuche. Ich denke das leistet hier eine Menge. Mein Prof Yoshiaki Watanabe spricht allerdings fließend deutsch, weil er in Düsseldorf studiert hat. Ebenso Kiyoshi Furukawa. Da es einen Kooperationsvertrag mit der Burg gibt, kann man die enorm hohen Studiengebühren sparen, wenn man früh genug bei der Geidai anklopft. Am besten man kontaktiert eine/einen Professor/in, bei der/m man gerne studieren möchte und fragt, ob das möglich ist. Zur Finanzierung des aufenthalts bietet die japanische Studentenorganisation Jasso ein Stipendium, dass über die japanische Hochschule beantragt wird. (siehe dazu: <a href="http://www.jasso.go.jp/scholarship/short_term_e.html">http://www.jasso.go.jp/scholarship/short_term_e.html</a>). Für Graduierte gibt es ein sehr hoch dotiertes Stipendium für ein Postgraduiertenstudium (an der Geidai kann man auch seinen Doktor in Kunst machen). <a href="http://www.mext.go.jp/english/">Monbusho</a>: das Studienjahr beginnt, nicht wie bei uns im Herbst, sondern im Frühjahr. Deshalb bietet es sich an hier seine eigenen Projekte zu machen, da Kurse über ein Studienjahr laufen. Bei manchen Kursen kann man allerdings Quereinsteigen, wenn man Vorwissen hat (zumindest beim Max Msp-Soundkurs hat das geklappt). Die Austauschstudenten genießen hier alle Freiheiten. Keine Bindung an Kurse, Vorlesungen, etc. (was die ausländischen Zwei-Jahre-Master-Studenten hier manchmal schmerzlich vermissen).</p>
<p><a href="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4207.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1328" title="sebastian_in_japan_img_4207" src="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4207.jpg" alt="" /></a><a href="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4348.jpg"></a></p>
<p><a href="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4348.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1330" title="sebastian_in_japan_img_4348" src="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4348.jpg" alt="" /></a><a href="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4360.jpg"></a></p>
<p><a href="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4360.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1331" title="sebastian_in_japan_img_4360" src="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/sebastian_in_japan_img_4360.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Was die kulturellen Erfahrung angeht, bin ich immer noch dabei überhaupt einen ersten Einblick zu bekommen, den man mitteilen kann. Die Gesellschaft ist seit einiger Zeit im Umbruch und so treffen die gängigen Klischees zwar oberflächlich noch zu. Aber es stellt sich hier vor Ort alles viel komplexer dar, als man es aus der ferne beurteilen kann. beispielsweise ist hier »niedlich sein« ein Kompliment, auch für erwachsene Menschen und (fast) die gesamte Gesellschaft basiert auf diesem Prinzip. Die gängigen Rollenmuster werden zwar über Manga und TV abgespult, aber Manga behandeln bspw. auch Probleme von Sportlern im Rollstuhl. Überhaupt werden die Unterhaltungsindustrieprodukte überwiegend national produziert, aber die amerikanische Pop-Kultur hat sich hier stark eingeschrieben (was hier natürlich auch kritisiert wird, besonders von den älteren Menschen).</p>
<p>Die Stadt Tokyo ist (dummerweise muss ich das mal so formulieren) nicht vergleichbar mit deutschen Städten. Gravierende Unterschiede bei der Soundkulisse und deren rapide Veränderung, der Bebauung und Architektur, der Zahl der Einwohner und deren Bewegung, den kulturellen Codes und Zeichen, der Küche. Vielleicht dazu später mehr an dieser stelle.«</p>
<br /><a href="http://brug-halle.de/?p=1314#comments" title="Comments on &quot;Niedlich in Japan&quot;"><img src="http://brug-halle.de/wp-content/plugins/feed-comments-number/image.php?1314" alt="Comments" /></a>]]></content:encoded>
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		<title>Ausw&#228;rtspunkte z&#228;hlen wenig</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 14:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josephine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Auslandsjahr]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>

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		<description><![CDATA[
Du freust dich auf ein Auslandssemester an einer Uni Europas, denn es wird bestimmt eine tolle und spannende Erfahrung. Und – Bachelor sei Dank – die ECTS Punkte werden dir angerechnet! Ist doch alles super! Du hast geschuftet um deine Punkte im Ausland zu bekommen, hast Pr&#252;fungen abgelegt, Pr&#228;sentationen und Referate gehalten. Der Schrecken kommt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/es_ist_schlimmer_als_es_aussieht.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1264" src="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/es_ist_schlimmer_als_es_aussieht.jpg" alt="" width="373" height="567" /></a></p>
<p>Du freust dich auf ein Auslandssemester an einer Uni Europas, denn es wird bestimmt eine tolle und spannende Erfahrung. Und – Bachelor sei Dank – die ECTS Punkte werden dir angerechnet! Ist doch alles super! Du hast geschuftet um deine Punkte im Ausland zu bekommen, hast Prüfungen abgelegt, Präsentationen und Referate gehalten. Der Schrecken kommt, sobald Dich die Heimat wieder hat. Man erklärt dir, dass das alles nicht zählt und Du sollst an deiner Heimatuni noch einmal Rechenschaft darüber ablegen. Das heißt: Die Arbeitsergebnisse eines jeden Faches, dass Du im Ausland belegt hast, müssen nun noch einmal von deinen Professoren an der Burg begutachtet und abgesegnet werden. Also Rennerei und erneute Beschäftigung mit den bereits abgeschlossenen Themen. Aber vorher gibt es leider keine Unterschrift! Die brauchst Du nämlich vom Prof deines Fachbereiches.</p>
<p>Auch Dieser ist ratlos und weiß über die unnötige Situation. Aber so sind nun einmal die Bestimmungen. Denn die Kreditpunkte seien schon immer als Orientierungsgröße gedacht gewesen, als Richtwert für die rein quantitative Arbeitsleistung der Studenten, so einer der Väter des ECTSystems. Entscheidend für eine Anrechnung sei die Qualität einer Lehrveranstaltung, dokumentiert durch Lernergebnisse.</p>
<p>Die Idee europaweiter Leistungsnachweise endet also in einem Kampf mit der Bürokratie. Die Grundidee, auf der das komplette Bachelorsystem aufbaut, funktioniert in der Praxis kaum. Und davon sind sämtliche Hochschulen betroffen. Im Rahmen des Erasmus‐Programmes besteht das Problem noch am wenigsten. Denn hier haben die Hochschulen, was die gegenseitige Anerkennung angeht, meist detaillierte Abkommen miteinander, und zwar in Form eines sogenannten Learning Agreements.</p>
<p>Doch sogar in diesen Fällen tritt das Hauptproblem auf: Bislang fehlt eine europaweit einheitliche Regelung, wie studentische Arbeitsstunden überhaupt in Punkte übersetzt werden können. Hinzu kommt, dass etwa die Briten einen ECTS‐Punkt schon für 20 Arbeitsstunden hergeben, die Schweden für 26 bis 27 Stunden. Die Kreditpunkte führen zwar zu einer sinnvolleren Studienorganisation, doch seit bei der hochschulinternen ECTS‐Planung nicht mehr der Auslandsaustausch im Vordergrund steht, leidet seine internationale Vergleichbarkeit. Angeblich sei das Problem bereits erkannt: Die Europäische Union entwirft neue Regeln für die Notenvergabe und das Bologna‐Zentrum arbeitet an praxisnahen Empfehlungen zur Anerkennung<br />
ausländischer ECTS‐Punkte.</p>
<p>Soweit, so gut. Akut liegt also im Wesentlichen das Problem vor, dass dir die Pseudogenauigkeit von ECTS falsche Hoffnungen auf eine reibungslose Anerkennung deiner Auslandsleistungen macht. Sei also darauf gefasst: Die Bescheinigung der Auslandshochschule über die erreichten Punkte reicht nicht aus, um in Deutschland zu bestehen.</p>
<p>Der bereits erwähnte Vater des ECTS beschreibt dies so: „Das Problem ist, dass wir Deutschen keine Unsicherheit mögen. Viele Fachbereiche haben lieber starre Regeln bei der Anerkennung eingeführt, anstatt flexibel zu sein.“ Doch soll die Anerkennung etwa ein Willkürakt der Professoren werden?</p>
<p>Letztendlich steht fest: Es muss daran gearbeitet werden, dass das System in der Praxis besser funktioniert. Also muss eine europaweite Harmonisierung der Studienmodulgrößen her! Bis dahin musst du Dir nach Deinem Auslandsaufenthalt ein zweites Mal deine Kreditpunkte verdienen!</p>
<p>Von Josephine Schulte (Quelle: Die Zeit Nr. 45 Artikel von Jan‐Martin Wiarda)</p>
<p>Illustration von <a href="http://stl-rosenkohl.blogspot.com/">Stefanie Leinhos</a></p>
<br /><a href="http://brug-halle.de/?p=1262#comments" title="Comments on &quot;Ausw&auml;rtspunkte z&auml;hlen wenig&quot;"><img src="http://brug-halle.de/wp-content/plugins/feed-comments-number/image.php?1262" alt="Comments" /></a>]]></content:encoded>
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