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	<title>brug &#187; Kunstwissenschaft</title>
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	<description>ein Blog über die Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle</description>
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	<language>en</language>
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		<title>ufo-Universit&#228;t</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 22:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Termin]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[[ 12. Februar 2010; 19:30 bis 22:30. ] 

CALL FOR PARTICIPANTS
Die ufo-Universit&#228;t sucht Euch f&#252;r ein halbes Jahr Weltverbesserung und Utopien!

*Wieso Utopien?* 
Arbeitslosigkeit, Terrorismus, Finanzkrise, Steuererh&#246;hung – Unsere Leben sind enorm konfliktreich. Zw&#228;nge wirken auf uns, erpressen uns, bewirken Konflikte in uns. Denn diese Probleme haben ihren Ursprung weder im Privaten, noch scheinen sie im Privaten gel&#246;st werden zu k&#246;nnen: Weder ersetzen 
uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr class="ec3_past"><td colspan="3">12. Februar 2010</td></tr><tr class="ec3_past"><td class="ec3_start">19:30</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">22:30</td></tr></table><p><img src="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/ufo_universitaet.jpg" alt="ufo_universitaet" title="ufo_universitaet" width="522" height="323" class="aligncenter size-full wp-image-3685" /></p>
<p>CALL FOR PARTICIPANTS<br />
Die ufo-Universität sucht Euch für ein halbes Jahr Weltverbesserung und Utopien!</p>
<p>*Wieso Utopien?*<br />
Arbeitslosigkeit, Terrorismus, Finanzkrise, Steuererhöhung – Unsere Leben sind enorm konfliktreich. Zwänge wirken auf uns, erpressen uns, bewirken Konflikte in uns. Denn diese Probleme haben ihren Ursprung weder im Privaten, noch scheinen sie im Privaten gelöst werden zu können: Weder ersetzen<br />
uns Ideologien unser Brot, noch heizt die Freiheit unsere Wohnungen und auf Erinnerungsorten können wir nicht campen. Permanent drängen sich die weiten Felder der Ökonomie, Politik, Kultur oder des Militärischen in unsere Biografien. Aber sind Politik, Wirtschaft, Kultur oder Staat nicht Verhältnisse, in die wir als Individuen zwar geworfen wurden, die aber menschengemacht sind? Warum kann, darf oder sollten wir diese zuweilen recht widrigen Verhältnisse nicht kritisieren und sich nicht kritisch zu ihnen verhalten? Und welche Perspektiven können wir überhaupt einnehmen, wenn die derzeitigen Verhältnisse so schwer entschlüsselbar sind? Liegt es etwa an den Verhältnissen oder liegt es an uns oder nur an unseren Strategien, wenn Verhältnisse sich nur mühsam ändern lassen? Wie wollen wir leben, für welche Welt wollen wir streiten?</p>
<p>*Was und wie utopisch?*<br />
Die ufo-Universität setzt solche Konflikte, die Bezug zu euch, zu eurem Umfeld oder zur Stadt Halle haben, auf die Tagesordnung. Als ein Forum für Bildung, Diskussion und Konfrontation sollen ab Februar 2010 in sechs<br />
Monaten mit Hilfe wissenschaftlicher und künstlerischer Verfahren Probleme erörtert und prominent gemacht werden. In Verbindung mit einer Mikro-Tagung, Workshops, Vorträgen, Plenen etc. will die ufo-Universität zum einen innerhalb des sozialen Raumes agieren, zum anderen – mit eurer Hilfe – soziale Prozesse problematisieren und in sie zurückwirken. „Universität“ meint nicht den engen wissenschaftlichen und disziplin-befangenen Gebrauch, sondern ihren weitesten Begriff: für alle offen, frei in Verfahren, dem Verstehen verpflichtet, politische Praxis entwickelnd. So könnt ihr das „Semester“ hindurch – begleitet und beratschlagt – eure Themen finden, organisieren und Projekte erarbeiten. Im Juli sollen sie im halleschen Stadtraum, in den kooperierenden Institutionen, im Radio usw. in einem kleinen Festival präsentiert werden.</p>
<p>*Wo?*<br />
Dafür stehen der ufo-Universität die Räume des ufo Galerie– und Kunstraums als operative Basis zur Verfügung; in ihnen finden die Treffen der TeilnehmerInnen und ihrer Gäste statt. Sie sollen ferner als Büro, Atelier– und Theaterraum, Info-Café, Tagungsort usw. dienen. Die ufo-Universität kooperiert ferner mit halleschen Institutionen wie dem Werkleitz-Zentrum für Medienkunst, dem Radio Corax, der Martin-Luther-Universität und dem Thalia Theater Halle. Auch bietet sie ein lokales und regionales Netzwerk an ‚ExpertInnen’, die inhaltliche und praktische Beratung geben.</p>
<p>*Wer?*<br />
Frei nach dem Motto „Man darf sich von der Macht der anderen nicht dumm machen lassen, und man darf darf sich durch die eigene Ohnmacht nicht dumm machen lassen.“ (Th. W. Adorno zitiert von Alexander Kluge) lädt die ufo-Universität alle ein und bietet denen ein Forum, die sich mit der sozialen Kritik bereits auseinandersetzen oder nun damit beginnen wollen. Egal ob in der Gruppe oder einzeln, ob organisiert oder in der Freizeit, mit oder ohne (geregelter) Arbeit, egal ob mit oder ohne Studium, Ausbildung, Schulbildung,<br />
Vorbildung. Eingeladen wurden bereits einige KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen aus dem In– und Ausland, die die hiesigen Probleme erweitern und ggf. relativieren werden. Aber vor allem: Ihr seid willkommen, zuzuhören, mitzudiskutieren, mitzumachen und eigene Projekte zu realisieren.</p>
<p>*12. Feb 2010:*<br />
Eröffnungsabend – Projektvorstellung mit Filmprogramm<br />
• Beginn 19:30 Uhr</p>
<p>*13. Feb 2010:*<br />
‚Besingt, was euch bedingt. Welterklärungen und ihre Wunderkräfte’<br />
– Mikrotagung<br />
• Beginn: 10 Uhr<br />
*Abends:* Party und Konzert<br />
// Pop-Classics als Midi-Tunes mit Live-Schlagzeug<br />
// dazwischen und danach MP3-Disco zum Mitmachen &gt; Bringt eure tanzbare Musik mit<br />
• Beginn 22:30 Uhr</p>
<p>*14. Feb 2010:*<br />
Sammelbecken – Ideen, Fragen, Projekte für die weitere Arbeit in der ufo-Universität skizzieren und diskutieren. Großes Willkommen.<br />
• Beginn: 14 Uhr</p>
<p>*15. 07. — 01.08 2010:*<br />
Abschlussausstellung – Festival</p>
<p>Alle Veranstaltungen finden im ufo Kunstraum, in der Adam-Kuckhoff-Str. 30, Halle, statt.</p>
<p>Mehr Informationen zum Projekt unter: <a href="http://www.ufo-universitaet.de/">www.ufo-universitaet.de</a>/</p>
<p><a href="http://www.ufo-universitaet.de/wiehelfen.php?inc=wiehelfen-b_inc1.php">Alle Sponsoren und Förderer</a></p>
<br /><a href="http://brug-halle.de/?p=3671#comments" title="Comments on &quot;ufo-Universit&auml;t&quot;"><img src="http://brug-halle.de/wp-content/plugins/feed-comments-number/image.php?3671" alt="Comments" /></a>]]></content:encoded>
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		<title>»Kunstbegriff« von Nicolas Schr&#246;ter</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 15:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nico</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der vorliegende Text fasst meinen pers&#246;nlichen Kunstbegriff. Obwohl ich meine Thesen auf Grund reiflicher &#220;berlegungen formuliert habe, soll und kann damit kein Anspruch auf Allgemeing&#252;ltigkeit verbunden sein.
Vielmehr wird der Leser dieses Textes ausdr&#252;cklich dazu aufgefordert, sich kritisch zu &#228;u&#223;ern: Meine Thesen sollen abgelehnt, kommentiert, bestritten, angezweifelt, widerlegt, bef&#252;rwortet werden.
Hierbei ist die pers&#246;nliche Meinung gefragt! Einw&#228;nde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-1421" title="kunstbegriff" src="http://brug-halle.de/wp-content/uploads/kunstbegriff.jpg" alt="" width="361" height="427" /></p>
<h6>Der vorliegende Text fasst meinen persönlichen Kunstbegriff. Obwohl ich meine Thesen auf Grund reiflicher Überlegungen formuliert habe, soll und kann damit kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit verbunden sein.</h6>
<h6>Vielmehr wird der Leser dieses Textes ausdrücklich dazu aufgefordert, sich kritisch zu äußern: Meine Thesen sollen abgelehnt, kommentiert, bestritten, angezweifelt, widerlegt, befürwortet werden.</h6>
<h6>Hierbei ist die persönliche Meinung gefragt! Einwände und Kommentare können vor Ort, in der Bibliothek der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design auf einer Schreibmaschine oder handschriftlich, gerne auch per E-Mail, abgegeben werden. Ich möchte alle Kommentare zusammentragen: Nach Ablauf der Ausstellungsdauer soll ein Manuskript entstehen, in dem der Diskurs um den Kunstbegriff festgehalten wird. Dieses Manuskript soll in Buchform in der Bibliothek und im Internet zugänglich gemacht werden. </h6>
<p><span id="more-1410"></span></p>
<h3>Kunstbegriff</h3>
<p>Kunst kann alles, Kunst darf alles.<br />
’Kunst‹ meint einen Prozess,<br />
der ein Moment der ›Kunst‹ einlöst.</p>
<ol style="list-style-type:upper-roman;">
<li>›Kunst‹ kann immer dort entstehen, wo Kunstschaffende besondere Gegenstände anfertigen oder besondere Umstände herbeiführen. Kunstschaffende sind tätige menschliche Individuen und dürfen alle praktischen – abbildenden, gegenständlichen, akustischen usw. — Mittel verwenden. Hiervon sollen alle Handlungen, durch die ein menschliches Leben geschädigt oder gefährdet wird oder werden könnte, ausgenommen werden. Auch Tiere und Pflanzen sollen nicht unnötig geschädigt werden.</li>
<li>›Kunst‹ kann immer dort entstehen, wo durch Kunstschaffende angefertigte Gegenstände und oder herbeigeführte Umstände durch Rezipienten wahrgenommen und reflektiert werden. Nur dann, wenn Rezipienten durch Reflexion das Moment der ›Kunst‹ einlösen, können Kunstschaffende ›Künstler‹ genannt werden.</li>
<li>Die Bezeichnung ›Kunstschaffende‹ verweist auf den Prozess; ›KünstlerIn‹ hingegen ist zum bloßen Titel verkommen, der über das Potential der Kunstschaffenden zur ›Kunst‹ nichts aussagt: Kunstschaffende stehen ihrer Kunst gegenüber und sind von ihr deutlich unterschieden: Identität zwischen beiden ist ausgeschlossen. Kunstschaffende sind niemals selbst allein ›Kunst‹, denn ›Kunst‹ meint immer einen Prozess der Vermittlung zwischen Kunstschaffenden – über die angefertigten Gegenstände und/oder herbeigeführten Umstände – mit wahrnehmenden Rezipienten. Kunstschaffende sollen sich mit ›Kunst‹ nicht profilieren, denn das wäre ein Missbrauch. Sie sollen sie gewissenhaft gebrauchen, denn ›Kunst‹ ist das freiste Ausdrucksmedium.</li>
<li>Die Freiheit von ›Kunst‹ besteht unter zwei Prämissen: Erstens Selbstbezug: ›Kunst‹ soll nur um ihrer selbst Willen entstehen und soll dahin gehend immer wieder hinterfragt werden. Deshalb kann ›Kunst‹ nie Mittel zum Zweck sein; der alleinige Zweck von ›Kunst‹ ist, dass sie sich selbst bezweckt. Zweitens Freiwilligkeit: Niemand soll zur ›Kunst‹ gezwungen werden, ihr Zugang soll immer freiwillig bleiben.</li>
<li>In dem Prozess ›Kunst‹ vermitteln sich über Gegenstände und/oder Umstände zwischen Kunstschaffenden und Rezipienten Gefühlslagen und/oder Denkprozesse. In dem Prozess ›Kunst‹ können Denkprozesse und/oder Gefühlslagen eines Individuums an ein zweites – drittes, viertes, usw. … — Individuum vermittelt werden. Sind Kunstschaffende mit den Rezipienten identisch, so wird zwischen den Gefühlslagen und/oder Denkprozessen eines Individuums zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten vermittelt. Das Moment der ›Kunst‹ wird eingelöst durch eine gedankliche und/oder emotionale, höhere Reflexion des Rezipienten. Eine gedankliche, höhere Reflexion meint eine nicht auf einen Zweck bezogene gedankliche Arbeit jenseits bestehender Konventionen und Denkmuster. Eine emotionale, höhere Reflexion meint das Empfinden und/oder die Erkenntnis und/oder Erinnerung emotionaler Zustände und ihrer persönlichen Bedeutung für den Rezipienten.</li>
<li>Der Prozess ›Kunst‹ kann mit dem Denkprozess und/oder Gefühlslagen von Kunstschaffenden beginnen [aktiv]. Ereignet sich eine direkte interpersonale Reaktion des wahrnehmenden und reflektierenden Rezipienten auf die besonderen Gegenstände und/oder besonderen Umstände, erhält der Vermittlungsprozess ›Kunst‹ einen dialogischen Charakter [dialogisch-aktiv]. Dieser Dialog kann über Gegenstände und/oder Umstände durch weitere Äußerungen der Kunstschaffenden fortgesetzt werden. Der Prozess ›Kunst‹ kann auch in Reaktion auf äußere Einflüsse – möglich sind bereits existierende Gegenstände und/oder bereits andauernde Umstände als auch menschliche Individuen, auf die als spätere Rezipienten abgezielt wird — erst in Gang gesetzt werden [re-aktiv]. Durch eine direkte, interpersonale Reaktion des wahrnehmenden und reflektierenden Rezipienten erhält der Vermittlungsprozess ›Kunst‹ einen dialogischen Charakter [dialogisch-reaktiv].</li>
<li>Der dialogische Charakter von ›Kunst‹ betont, berücksichtigt und fordert die Individualität der Einzelnen. Denn es ist nicht zwingend davon auszugehen, dass der Gefühlszustand oder Gedanke der Kunstschaffenden, welcher den Prozess ›Kunst‹ auslöst, in gleicher Weise bei Rezipienten hervorgerufen wird. Es gilt nur, dass Intentionen Kunstschaffender durch Gedanken und/oder Gefühle bedingt sind und höhere Reflexion bei Rezipienten auslösen. Andernfalls wäre ›Kunst‹ Mittel zum Zweck einer bereits vorab eindeutig bestimmten Erkenntnis.</li>
</ol>
<p>© <a href="www.burg-halle.de/~st2456">Nicolas Schröter</a>, 2008</p>
<br /><a href="http://brug-halle.de/?p=1410#comments" title="Comments on &quot;»Kunstbegriff« von Nicolas Schr&ouml;ter&quot;"><img src="http://brug-halle.de/wp-content/plugins/feed-comments-number/image.php?1410" alt="Comments" /></a>]]></content:encoded>
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